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Archiv für Juni, 2009

Usability und Conversion

-Definition von beiden

-Wechselwirkungen

Categories: Allgemein, Conversion Tags:

Interkulturelles Web-Design & Usability – Der Status Quo

Dieser Post bietet einen Überblick der gängigen Publikationen zum Thema interkulturelles Web-Design und Usability.

Folgende Fragen sollen beantwortet werden:

  • Welche Publikationen gibt es und wo kann man sie bekommen?
  • Auf welchen Kulturmodellen basieren die Annahmen der Autoren?

Jakob Nielsen – Internationale Sites für ein globales Publikum

Der derzeit bekannteste Usability-Experte widmet dem Thema in seinem Buch “Designing Web Usability: The Practice of Simplicity
ein Kapitel namens “Internationale Sites für ein globales Publikum”.

Nielsen empfiehlt gängige Publikationen über die Internationalisierung von Software und gibt an, dass sich die Kentnisse aus diesem Bereich auf das Web-Design übertragen lassen, da genau wie bei Desktop-Software eine Nutzerschnittstelle verwenden wird.

Die Sprache und die daraus folgenden kulturellen Unterschiede bei Verwendung von Symbolen sieht Nielsen als wichtigsten Punkt an.

Nielsen betont die Wichtigkeit eines interkulturellen Usability-Tests bei denen das User-Interface von Nutzern aus den Zielkulturen auf Gebrauchstauglichkeit (Usability) getestet wird.

Marcus und Gould – Cultural Dimensions and Global Web User-Interface Design

Aaron Marcus versucht sich in seiner Publikation “Cultural Dimensions and Global Web Design” die von Hofstede vorgeschlagenen Kulturdimensionen als Grundlage zu verwenden und darauf basierend Aussagen darüber zu treffen, wie sich Ausprägungen auf den verschiedenen Faktoren auf das Interface auswirken. Vorerst werden die Dimensionen “Individualism vs. Collectivism”, “Masculinity vs. Femininity”, “Uncertainty Avoidance” und “Long- vs. Short-Term Time Orientation” von ihm beschrieben und danach auf Auswrikungen auf das Interface Design gemappt.

Weiterhin zeigt Marcus Beispielwebseiten und besschreibt anhand dieser wie sich Kulturunterschiede auf diesen ausdrücken.

Auf konkrete Elemente, die bei der Erstellung von cross-cultural Webseiten verwendet werden sollten, wird nicht explizit eingegangen.

Dormann & Chisalita – Cultural values in web site design

Genau wie Aaron Marcus beziehen sich auch Dormann & Chisalita in ihrem Paper “Cultural values in web site design” auf die Kulturdimensionen von Hofstede, beschränken sich allerdings auf nur eine Dimension, nämlich die der Maskulinität/Feminität.

Mit Hilfe von Testpersonen, die vorher erfahren wie die Dimension definiert ist, lassen sie Webseiten aus Dänemark, Holland und Schweden (alle drei hohe Feminität) im Vergleich mit Webseiten aus Italien, Österreich und Venezuela (alle drei hohe Maskulinität) beurteilen. Nach einer Auswertung des Experimentes bestätigt sich die Annahme, dass auf Seiten aus Ländern mit stark femininer Ausprägung, diese Werte auch mehr vorhanden sind als in den Ländern mit maskulinär Prägung.

Singh & Pereira – The culturally customized website

Sehr viel konkreter gehen Singh & Pereira in ihrem Buch “The Culturally Customized Website: Customizing Web Sites for the Global Marketplace” vor.

Basierend auf 4 Kulturdimensionen von Hofstede und der Low-Context/High-Context Dimension von Edward T. Hall entwcikeln sie ein Framework, was verwendet werden kann um die richtigen Elemente, die auf einer Seite verwendet werden sollten, für eine gegebene Zielkultur auszuwählen. Sie bieten außerdem ein Modell, welches es erlaubt, eine bestehende Seite im Hinblick auf den Grad der kulturellen Anpassung zu überprüfen.

Weitere Publikationen zum Thema